Ein Erdbeermund, ein Erdbeermund,
mein Blick fällt auf den Meeresgrund.

Mond, Mäuse, faules Stroh,
erbleichend: eine Frau mit Zirkusfloh,
ein Galgenstrick, Kuchenbrösel,
Zaumzeug für einen alten Esel,

Geschwüre, Messerklingen,
Grillen, die französisch klingen:

„O claire de la lune,
ma petit prûne noir ce soir,
oui, ma peur fleur, oui.

Eine Locke von Deinem Haar,
Das wäre wunderbar,
eine Muschel, eine Feder,
ein zerfetztes Stück Sandalenleder.

Mir fehlt alles, was ich habe.
Bettelnd um nur eine Gabe
erwachte ich schweißgebadet in der Nacht,
traumestrunken aufgebracht.

Als ob. Als ob der Tod ein Blümlein wär,
ein Edelweiß, ich weiß nicht mehr.
Atlantikwinde brechen rauh
des Meerespiegels Enzianblau.

Am Tage ist es schon vergessen.
Es lebt sich auch vernunftbesessen.
Das Ying im Yang wird übernehmen,
eines Tages, vielleicht in Bremen.

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