Kennst Du den Mann Deiner Träume,
den im Leben Du nie ansprichst.
Er liebt Dich einzig und alleine,
so dass Du ihm die Treue niemals brichst.

Wenn nachts die Kissen Deine Ohren wärmen,
und die Decke Dich verhüllt,
fängst Du an mit dem Schwärmen,
wie diese Liebe Dich erfüllt.

Es gibt ja keinen, der Dir so klar
und tief in die Augen schauen kann.
Im Traum fühlst Du Dich wunderbar,
doch wenn Du aufwachst, was ist dann?

Dann schaust Du auf den Wecker,
Nur noch fünf Minuten,
Aufsteh’n, duschen, schnell zum Bäcker,
Du musst Dich wirklich sputen.

Dann fällt Dir ein, das kann nicht sein,
das Glück lag eben noch zum Greifen nah;
wieder bist Du ganz allein,
obwohl es wirklich Dir geschah.

Weit entfernt von Deinem Ziel
ist nichts mehr kinderleicht.
Und Du beschließt, ernst und kühl,
dass ein Traumprinz Dir nicht reicht.

Lächelnd nimmt der kleine Amor
aus seinem Köcher einen Pfeil.
Wenn er schießt, ruft er laut:“Tor“,
nichts bleibt von Deinem Herzen heil.

In seinem Köcher sind viele Pfeile,
denn Jagen ist sein Glück.
Und er kennt keine Eile
und kein Missgeschick.

… stehst Du dann vor lauter Scherben,
und wartest zitternd auf Dein Los,
wird’s sich in Deine Seele kerben:
„Es ist doch Liebe bloß“.

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