Nie hatte sie ihn halten können.
Immer träumte er von seiner Bahn.
Gern würde sie ihn besser kennen,
ihm folgen in seinem schwarzen Kahn.

Da steht sie nun und fragt sich das:
„Was macht der Mond in meinem Fluß?
Er scheint wie Silber, wie aus Glas,
wenn es im Feuer tanzen muss.“

Kühl windet sich die Nacht
um ihre Hüften wie ein Schal.
Es gibt etwas, das traurig macht,
und traurig ist es manches Mal,

wenn er in ihre Augen fließt,
so stumm, so rund, so hell,
wenn er in ihrer Seele liest,
gründlich, wach und schnell.

Dann hebt sie ihren Kopf und sieht:
Es ist ja alles gut,
weil auch sie mal weiterzieht
und gern im Dunkeln ruht.

Advertisements