Sonnenschein – ich bin allein

mit meinem Freund, und es scheint,

dass immerhin ich es bin,

die mit ihm lacht, Sprünge macht,

ihn zu fangen, den dünnen, langen

Harlekin.

Harlekin, Blumen blüh’n auf seinem Kleid.

Er macht sich weit und riesengroß, bindet los,

Boote, die zum Himmel zieh’n.

Blumen blüh’n in seiner Hand.

Er ist das Land, das unbewehrt

uns gehört.

Stilles Gewitter, Scherenschnittritter,

verspielter Wille,  Wegrandfülle:

Scharf umrissen lässt er mich wissen,

was vergessen, nie besessen, stets vorhanden,

unverstanden zugrunde liegt und

nichts wiegt. Ist kaltes Feuer, Ungeheuer,

Mauerblümchen’s Atemzug, ist genug

umhergereist, um mich gekreist.

Harlekin, mein Schattengrün, ein Lerchenlied

lässt ihn liegen, satt in Gräsern sein.

Ein Klang aus allem rührt mich an

betäubt mein Denken im sich Verschenken

den bruchgeteilten, vorbei geeilten

Sekundensplittern, die noch zittern

im Einbruch aller Helligkeit.

 

 

©db

 

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