Da mir jetzt schon mindestens dreimal ein Kommentar „aus der Hand geschlüpft“ ist, ehe ich ihn zu Ende geschrieben hatte, begreife ich: manche Tasten können mehr als draufsteht.
Aber zu spät. Müde, lesehungrig und aufgekratzt wollte ich schnell noch mal in der großen Bloggerwelt ein Wörtchen mitreden, und, hast-Du-nicht-gesehen, ist das Wörtchen a) über einen Satz lang und b) vollständig abgetaucht als unvollständiges Geschnipsel.

Wer sagte noch mal, man solle sich selbst nicht so wichtig nehmen?
Wahrscheinlich Lieschen Müller (aber wer hört schon auf Lieschen Müller?) – Moment, ein Blogger schrieb das dieser Tage, wer zitierte hier noch mal wen… – (such-such-fünf-Minuten später) – na gut, weiß ich nicht mehr.
Dann nehme ich eben das frisch gegoogelte Zitat:

„Also darauf allein beruht der Wert des Lebens für den gewöhnlichen, alltäglichen Menschen, dass er sich wichtiger nimmt als die Welt.“
(Friedrich Nietzsche)

Och nö, Lieschen Müller kommt hier aber gar nicht gut weg bei. Da brauche ich noch etwas anderes. Vorrausgesetzt, dass „Kommentare“ als Geschriebenes mit Gesprächscharakter durchgehen, anbei das folgende Fundstück:

„Gespräche nehmen allem, was ich denke, die Wichtigkeit, den Ernst, die Wahrheit.“ (Franz Kafka)

und um der Wucht dieser Wahrheit zu entkommen, werde ich mich trösten lassen von Christian Morgensterns „Tannenwurzeln“:

 „Die eine sagt: knig. Die andre sagt: knag.
Das ist genug für einen Tag.“

 

 

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