geheimschrift

wellen des meeres zerhackt mit liebevollen messern

hier und da zäsuren auf den punkt bringen nach links

schreiben lesen gen westen hin zur roten sonne

im flutlicht schrift für schrift tag träumen nachts

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

tag und nacht zügel suchen

dem treibsandigen gespann

ein kleines weiß das andre

das zu wachsen sich bestimmt

berge hoch zu wolken hin

um fest zu sein dem leben

leicht dem tod in seiner hand

in einem wort ein vogel

 

 

 

 

 

 

 

 

schnee treibt in hohen wolken

formt ein eignes grau das kühlt

webt ferne den momenten

die nahe gehn und bleiben

 

große flocken tragen nichts

außer einem lautloslied

das nur hört wer abschied nimmt

wer draußen ist und geht

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

all das alles

dass das das leben ist das uns geschieht

von zwischenraum zu zwischenraum passierts

da trägt wer’s namenlose herz nach haus

da sind wir tür an die wer dauernd pocht

bis anhält unser sein einlässt den gast