narzisse

keine krone braucht die sonne

ihr sterngesicht ein meer von licht

das untertaucht und wiederkommt

für eine handvoll erde

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

heute schon wieder

1. heute bekam ich besuch                             2. giftig grün ihre augen

eine wilde meerkatze                                     salziges schwarzes fell

ritt auf ’ner wellenlänge                               sie brachte einen f-loh mit                                

schnurrte mich einfach so an                     und sie schnurrte: f-für dich.

 

3. ich weiß, was meerkatzen sind,                   4. ehemalige äffin,

und was es heißt, wild zu sein,                         das bin ich,

einen f-loh zu verschenken,                              einst habe ich getötet,

ich kann es nicht begreifen.                              nun zähme ich diesen floh   

 

 

 

 

 

 

denkt euch ich habe den himmel gesehen

mit einer farbe die trifft mich ins mark

sie sagen dass der smog einfach verflog

kaum wag ich’s atmen es heißt es wär luft

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

plastikschlangen schlingen sich um fesseln nesselgleich ist ihr biss

kulturgepflanze ganze bahnen zahnen im kunststoffdunst beißen zu

gute mienen schient ein schwerer teer wenn der mal kippt was es gibt

soll es öfter geben eben auf den straßen saßen durch öl gezogne vögel

mit schnäbeln aus geschnitzten säbeln die trennen alles netzwerk auf

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

welches gedicht heute dran ist

… am besten wie aus träumen geschnitten schräg gegeneinander versetzt splitter einer erinnerung es schmeckt nach holz oder wasser greifbares aus dem meer wogen vielleicht zerschmeisst sich am schroffen und entsteht wieder neu an anderer stelle nur anders unglaublich wie leicht es ist mit seinem gewicht aus verlusten